Um das Jahr 1600 erreichte die Grafschaft Bentheim ihre größte territoriale Ausdehnung. Der unversell gebildetet Graf Arnold II. stellte wichtige Weichen in kultureller Hinsicht. Er führte in seinem Herrschaftsgebiet den reformierten Glauben ein und gründete die ersten Hochschulen.
Seine Nachkommen verwalteten das Erbe jedoch mit weniger Geschick, Gebietsteilungen und die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges taten ihr Übriges. Der Niedergang führte zur Verpfändung der Grafschaft Bentheim und dem Ende der Eigenstaatlichkeit im Jahr 1753.
Dies alles stand im Gegensatz zu den allgemeinen Entwicklungstendenzen im 17. und 18. Jh. Deutschland bestand nach dem Westfälischen Frieden (1648) aus einem Flickenteppich souveräner Staaten, regiert von Adelshöfen, die die Bühne eines reichhaltigen kulturellen Lebens waren.
Überall wurden die Burgen zu Barockschlössern umgebaut, wozu in der geschwächten Grafschaft jedoch das nötige Geld fehlte - ein Umstand, dem wir den Erhalt der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bausubstanz der Burg Bentheim verdanken.
März bis einschließlich 1. November
täglich von 10 bis 18 Uhr (Einlaß 17 Uhr)